04.11.2025
Die Entscheidung, einem Franchisesystem beizutreten, ist ein spannender Schritt in Richtung eigenes Unternehmen, doch der Erfolg hängt oft von einem einzigen Dokument ab: dem Franchisevertrag. Es handelt sich um einen komplexen Vertrag, der alle Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Franchisegeber und Franchisenehmer regelt. Bevor du unterschreibst, musst du verstehen, dass dieser Vertrag deine Pflichten, Rechte und Einschränkungen für viele Jahre festlegt. Wenn du ihn nicht sorgfältig liest oder wichtige Klauseln unterschätzt, kann dies in Zukunft zu kostspieligen Streitigkeiten und betrieblichen Problemen führen. Als angehender Franchisenehmer musst du wissen, worauf ein Franchisenehmer achten sollte – sowohl im rechtlichen als auch im finanziellen Kontext. Eine gründliche rechtliche Analyse dieses Dokuments ist deine Pflicht – denk daran: Der Teufel steckt im Detail.
Einer der wichtigsten Aspekte jedes Franchisevertrags sind die finanziellen Bestimmungen. Es geht dabei nicht nur um die Einstiegsgebühr, sondern auch um eine Reihe laufender und potenzieller Kosten, die dein Unternehmen während der gesamten Vertragslaufzeit belasten werden. Eine genaue Analyse dieser Regelungen ist die Grundlage deiner Rentabilität. Achte nicht nur auf die Höhe, sondern auch auf die Berechnungsgrundlage der Gebühren, die sich im Laufe der Zeit ändern kann.
Stelle sicher, dass diese Kosten klar geregelt sind und in einem realistischen Geschäftsplan berücksichtigt werden.
Worauf sollte man als Franchisenehmer im operativen Bereich achten? Der Franchisevertrag ist in erster Linie ein Handbuch für die Führung deines Unternehmens. Er regelt, wie viel unternehmerische Freiheit du im Alltag tatsächlich hast. Zu strenge Regelungen können es dir unmöglich machen, dich an lokale Marktbedingungen anzupassen. Du musst prüfen, inwieweit du Einfluss auf Preise, Aktionen oder Öffnungszeiten nehmen darfst.
Prüfe immer sorgfältig die Klauseln zu:
Diese Klauseln sind entscheidend für deine langfristige Planung und den möglichen Wiederverkaufswert deiner Investition.
Die schwierigsten, aber zugleich wichtigsten Bestimmungen sind die Bedingungen, unter denen der Franchisevertrag beendet werden kann – sowohl durch den Franchisegeber als auch durch dich selbst. Das Verständnis der Ausstiegsregelungen ist zentral für dein Risikomanagement. Stelle sicher, dass es klare und faire Voraussetzungen für eine Kündigung deinerseits gibt und dass die Kündigungsgründe auf Seiten des Franchisegebers präzise definiert und objektiv nachvollziehbar sind (z. B. unzureichende Leistung, nicht bloß subjektive Einschätzungen).
Am besten lässt du den Franchisevertrag von einem auf Franchiserecht spezialisierten Anwalt prüfen, bevor du irgendetwas unterschreibst – einschließlich eines Letter of Intent oder eines Vorvertrags. Der Anwalt hilft dir, mögliche rechtliche Fallstricke zu erkennen, nachteilige Klauseln zu verhandeln und klar herauszuarbeiten, worauf ein Franchisenehmer achten sollte, bevor er erhebliche finanzielle Mittel in dieses Geschäftsmodell investiert.
Die Konkurrenzschutz-Klausel ist eine Bestimmung, auf die ein Franchisenehmer ganz besonders achten sollte. Du musst ihren räumlichen und zeitlichen Geltungsbereich nach Ablauf des Franchisevertrags genau prüfen. Eine zu weit gefasste Klausel kann dich daran hindern, über viele Jahre hinweg ein ähnliches Geschäft in der Region zu betreiben, die du am besten kennst – und damit deine beruflichen Möglichkeiten nach Ende der Zusammenarbeit massiv einschränken.
Ein idealer Franchisevertrag sollte eine Klausel zum Gebietsschutz enthalten, die den Franchisegeber daran hindert, eine weitere Einheit desselben Systems zu nah an deinem Standort zu eröffnen. Dies ist entscheidend, um deine Investition zu schützen und dir einen ausreichend großen Markt zu sichern, damit du die geplante Rentabilität erreichst und dein Unternehmen effizient führen kannst.
Die Regelungen nach Vertragsende können sehr unterschiedlich sein. Prüfe, ob der Franchisevertrag festlegt, ob der Franchisegeber verpflichtet ist, deine Ausstattung oder Lagerbestände zurückzukaufen, oder ob du gezwungen bist, sie auf eigene Faust zu veräußern. Diese Bestimmungen wirken sich direkt darauf aus, wie viel Kapital du aus deiner ursprünglichen Investition in das System zurückerhältst.
Der Franchisevertrag ist das Fundament deines zukünftigen Unternehmens. Unabhängig davon, wie sehr du dem Franchisegeber vertraust, ist es deine Pflicht, jede einzelne Klausel genau zu verstehen. Denk daran: Unternehmen, die auf Transparenz setzen – wie Rentabox24 – erleichtern den Verhandlungs- und Analyseprozess erheblich. Eine Investition in juristisches Know-how in dieser Phase zahlt sich immer aus.
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